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Bay

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Dienstag, 21. November 2017, 21:16

Der Glaube an die Browsergame Szene

Hallo meine alten Webgamers Freunde,

nach dem Verkauf der Plattform an DaBu habe ich mich nun schon eine ganze Weile nicht mehr zu Wort gemeldet, da ich privat sehr viel um die Ohren habe. Inzwischen bin ich seit 3 Tagen in meine Neubauwohnung eingezogen, habe aber immer noch sehr viele Dinge, die ich erledigen muss.

Es ist ruhig geworden auf meiner einst gegründeten und geliebten Browsergame Plattform Webgamers. DaBu arbeitet sicher im Hintergrund eifrig an der neuen Version und kommt dabei nicht dazu, dass er auch die Öffentlichkeit mit Artikeln oder Ähnlichem versorgt, bzw. es ist und bleibt schwer freiwillige Schreiberlinge zu finden, die auch dauerhaft dabei bleiben.

Generell habe ich die letzten Monate gemerkt, dass es auch in der Hobbyszene der Browsergames immer ruhiger geworden ist. Klar, viele gehen einfach mit der Zeit und die heisst, dass man sich auf den mobilen Markt konzentriert.

Dennoch bleibe ich dabei, es gibt auf dem Markt noch sehr viele leidenschaftliche Spieler, sei es jung oder alt, die sich sicherlich auch gerne mit Browsergames beschäftigen bzw. auch wieder daran erinnern lassen.

Was mir bei Webgamers ein wenig gefehlt hat, das sind aktive Browsergame Fans, die vielleicht auch eine Art Blog oder Plattform über Browsergames betreiben und diese eben untereinander sich helfen und unterstützen, damit dieser Markt wieder ein klein wenig wachsen kann und man in alle Richtungen nach draußen auf sich aufmerksam macht.

Sollte man es schaffen, eine Browsergame Jamaika Koalition zu gründen, in der sich eifrige Schreiberlinge zusammen helfen die Szene zu beflügeln, dann wird es bei uns auch mehr Spieler geben.

Sicherlich muss man in der Browsergame Szene auch umdenken, bzw. sich vor dem neuen Markt nicht verschließen. Auch Plattformen wie Webgamers müssen in Zukunft nicht nur über Browsergames berichten, sondern auch mobile Games als auch Download Games. Schafft man es die Spieler der neuen Generation auf die Seite zu locken, so fallen manche auch vom Tellerrand und schauen sich durchaus auch wieder nette Hobby-Browsergames an.

Nach wie vor freue ich mich riesig über jedes neue Game, sei es noch so schlecht programmiert, Hauptsache es hat ne gute Story, fesselt den Spieler und weckt Langzeitmotivation. Dann bin ich immer noch von dem Schlag Spieler, die sowas klar favoritisieren gegenüber grafischen Topgames der Spieleindustrie. Auch kleinere Gamestudios wie YEPS! begeistern mich, da wird sehr viel Liebe ins Detail gesteckt, wo ich gerne bereit bin, diese Games auch zu unterstützen, damit die Mitarbeiter dahinter auch ihren Lebensunterhalt verdienen können in einem Traumjob, den sie dort angenommen haben.

LANG LEBE DIE BROWSERGAME SZENE :love:

Euer Bay


Wulfman

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Dienstag, 21. November 2017, 23:15

Hi Bay,

ich mag Deine Mutmacherthemen und auch die Art wie Du es rüber bringst, aber man kann sich schwer vor der Realität verschließen. Ich habe im Zuge der Chartdiskussion mal wieder etwas Konkurrenzbeobachtung betrieben und mich ein paar Stunden lang in die Foren anderer Browsergames eingelesen sowie die Trafficzahlen über Alexa und SimilarWeb angeschaut.

Die Zukunft ist rabenschwarz, vor allem für uns kleine kommerziell betriebenen Games, aber nicht nur das, auch bei den Großen sieht es alles andere als rosig aus. Auch für so ein Profiprodukt wie den Robomaniac seh ich keine lange oder profitable Zukunft vorher. Pay2Win-Vorwürfe im Forum, für meinen Geschmack wenig Traffic für so ein Projekt und als News werden neue Investoren angekündigt, die ich bei weiterem Googlen nur als unbekannte Kreditgeber einordnen kann. Ich will es nicht hoffen, aber wenn man groß hinaus will, kann es auch mal ganz schnell ab in den tiefsten Keller gehen, wenn man die Schulden nicht mehr zurückzahlen kann.

Auch andere Größen haben uns letztlich gezeigt, wohin es mit den Browsergames geht. Nur ein paar Schlagzeilen:
  • Black Prophecy: Entwicklerstudio pleite
  • Mission Genesis: Betreiber dtp entertainment scheinbar insolvent
  • Aeria Games entlässt die Hälfte der Berliner Belegschaft
  • ProSiebenSat. 1 verkauft sein Spiele-Studio: 100 von 300 Mitarbeiter entlassen
  • Goodgame Studios kündigt über hundert Mitarbeitern -> kein halbes Jahr später: Goodgame Studios baut weitere 200 Stellen ab
  • Gameforge entlässt 90 Mitarbeiter
Diese Nachrichten habe ich in nur 5 Minuten zusammengegoogelt, da sind die vielen kleinen Browsergames, die bereits aufgegeben haben oder nur noch vor sich hindümpeln, nicht dabei.

Mir persönlich geht es ähnlich, ich betreibe viel Marketing, auf deutsch und englisch, in großen Foren, etc. Wenn ich mein Browsergame irgendjemand vorstelle, werde ich bestenfalls belächelt, meistens bekomme ich gar keine Antwort. Ich war im Businessbereich der Gamescom dieses Jahr und hab dort alle Publisher angesprochen, nein ich muss sagen, ich habe versucht alle anzusprechen. Entweder geschlossene Türen oder ein: "Browsergame? Nein tut uns leid, damit wollen wir nichts mehr zu tun haben."

Mutmachen hin oder her, ich denke, man sollte sich vor der Wahrheit nicht verschließen... die Konkurrenz der Großen ist übermächtig, aber auch die haben zu kämpfen. Wer sein Browsergame als Hobby betreiben möchte, soll er das natürlich weiterhin tun, aber damit ernsthaft mit kommerziellem Interesse einsteigen zu wollen, kann ich momentan nur von abraten!

Die Ruhe in der Branche hat meiner Meinung nach nur eine Bedeutung und dass Jamaika geplatzt ist, wissen wir nun auch. Ich denke wir werden bald in der Retroecke stehen. ;(

Bay

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Dienstag, 21. November 2017, 23:22

Ich glaube an die Retroecke :thumbsup: Du hast selbstverständlich Recht, dennoch gibt es viele Spieler im Internet, denke hierzu muss man eben auch geschlossen Überzeugungsarbeit leisten. Klar werden es nie Millionen Spieler sein, dennoch bin ich fest der Meinung, dass es trotzdem noch viele tausend Spieler gibt, die sich gerne Games unserer Art widmen oder sich hier neu einfinden würden.

Aufgeben ist eben leichter als sich reinzuhängen.

LG Bay


BlackScorp

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Mittwoch, 22. November 2017, 07:28

Hey Bay,

schön dass du dich hier blicken Lässt. Artikel schreiben ist aber nicht so einfach wie ein Browsergame ;)

@Wulfman

wie wärs wenn du statt "Browsergame" das wort "Idle game" nutzt ;) und schon weiß jeder was damit gemeint ist. Und wenn du noch sagst "Idle Game das man direkt im Browser spielen kann" dann hast du quasi was total neues erfunden ;)

https://trends.google.com/trends/explore…mes,Idle%20game hier sieht man auf der Weltkarte so schön dass Browsergames in DE Bekannt sind aber Idle Games weltweit.

Browsergames sind weiterhin im Trend und bleiben es wohl, nur sind die mittlerweile auf Smartphones spielbar und heißen "Idle games"

Hier als Beispiel

https://steamspy.com/app/385880 eigentlich war das ein Browsergame, mit Unity Engine haben die daraus ein Client Game gemacht und es auf Steam gestellt.

oder hier Realm Grinder https://steamspy.com/app/610080 es ist eigentlich ein Typisches Browsergame nur eben als "Idle Game" verpackt.

Es gibt gute Engines mit denen man die GUI eines Browsergames relativ schnell zusammen klicken kann zb https://godotengine.org/


Das Problem sind weiterhin die Grafiken und so wie ich das sehe, wird es auch nicht besser sein. Die Godot Engine sowie Unity Engine erweitern dort "Visual Programming" damit kann man per drag und drop sich seine Spiellogik zusammen klicken und damit ca 70% des Spiels abdecken. Sprich wenn ein Fleißiger Code Tipper da ankommt, hat er keine Chance weil ein normaler Joe bereits 70% seiner Arbeit einfach so übernehmen kann.

Wenn also ein gute 2D/3D Grafiker so eine Engine in die Hand bekommt, kreigt er ohne Programmierkentnisse ein Top Idle Game hin. Kaum einer hier aber beschäftigt sich mit Grafik und bezeichnet es als "Klicki Bunti".

Ich sehe es zb bei Final Cumeda, bei Twitter postet der Entwickler richtig Coole Sachen die er mit WebGL hingekriegt hat, als Programierer denke ich mir "Wow, da steckt verdammt viel Arbeit dahinter" als User einer Engine würde man sich denken "Hä? Ist doch nur drag und drop und paar eigenschaften am Objekt definiert, wo ist da der Aufwand"

Wir müssen echt mal einiges umdenken.

LG
Qualität eines Codes misst man in WTF/Sekunde

Bay

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Freitag, 1. Dezember 2017, 16:18

Laut BIU haben wir von 2015 auf 2016 beim Umsatz in der Browsergame Szene weiterhin eine Steigerung von 6% gehabt. Also das Interesse für Browsergames besteht weiterhin, aber ich denke das die neuere Generation von Spielern einfach viel zu sehr auf den Grafikbereich schaut.

Quelle: https://www.biu-online.de/marktdaten/ums…-2013-bis-2016/


simbad

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Freitag, 1. Dezember 2017, 16:24

Na selbst bei BGs sollte man darauf achten das der geneigte Spieler auch auf seinem Smartphone vernünftig spielen kann. Ein App hilft da in jedem Fall.
Dabei wäre die Möglichkeit einfache Aktionen auszuführen sicherlich in vielen Fällen ausreichend um die Spieler nicht vollends zu verlieren. Ein Full-Featured Interface findet man ja jederzeit in der PC-Version, sprich mit einem Browser und einem leichter zu bedienendem Umfeld.

Klar. Alles auch gleich für alle Umgebungen bereitstellen wäre natürlich super. Aber alleine das Gefühl auf dem Smartphone nicht vergessen/abgehängt zu werden wäre schon was.
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“Albert Einstein
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