mytherra

Heute kommt mein Artikel zu dem, vielleicht, besten Browsergame aller Zeiten. Ja, ich mag diese vollmundigen Aussagen, aber das ist nicht nur so leicht daher gesagt, denn ich habe Mytherra über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr intensiv begleitet, gespielt, geflucht und gefiebert. Mytherra ist eine Mischung aus Aufbau-, Eroberungs- und Strategiespiel und schlägt damit in die Richtung von Spielen wie Civilization, Anno und Co. Man wird in eine phantastische mittelalterlich anmutende Welt versetzt, die so ziemlich alles bietet, was mein Herz begehrt: Städtebau, Erkundung, Eroberung, Forschung, Strategie, Wirtschaft, Missionen, Intrigen, Fantasy und vieles mehr. Und das auf einem sehr professionellen Niveau. Wer nun denkt dieses Projekt wurde von einer der großen Software-Schmieden entwickelt, hat sich getäuscht, denn tatsächlich steckt derzeit nur ein einziger Name hinter Mytherra und der lautet Corvus, wie er sich selbst nennt.

Bestes Browsergame aller Zeiten?

Wie komme ich darauf Mytherra so weit in dem Himmel zu heben? Betreibe ich mit dem Tischtennis Manager doch ein eigenes Browsergame und habe schon so einige andere in meiner Laufbahn gespielt. Die Antwort lautet: aufgrund der Vielfältigkeit, der Detailtreue, der schönen Optik, der Spieltiefe, der Komplexität und der Atmossphäre, die dieses Spiel bietet.

Der erste Trailer zum Browsergame Mytherra. Mytherra ist ein Leckerbissen für alle Aufbaustrategen.

Bereits als ich vor über einem Jahr begonnen habe, eine der ersten Runden mitzuspielen, war ich von der Grafik und dem Spielprinzip überzeugt, aber Corvus war das noch nicht genug und er setzte nochmal etwas drauf, änderte den Look von Grund auf, brachte viele neue Komponenten ins Spiel und versuchte fast alles umzusetzen, was ihm seine noch sehr kleine Fangemeinde angeregt hatte. Die letzten Wochen spielte er die Updates fast im Tagesrhythmus ein.

Mytherra wird zu einem Fantasyabenteuer

Nach der Lobeshymne nun noch ein paar Details zum Spiel selbst: In Mytherra beginnt jeder Spieler mit einem kleinen Dorf, das ein paar Einnahmen und einen freien Baubereich hat. Über ein Tutorial wird man nun in die ersten Schritte des Spiels begleitet und lernt, wie man neue Gebäude baut, Ressourcen erntet, Einheiten bewegt und erste kleine Scharmützel ausficht. Dabei wird man durch eine Story geführt, die einen wahlweise mit wohlklingender Hintergrundmusik begleitet.

Technisch gut umgesetzt, gab es die Kritik, dass die Einführungstexte zu langatmig sind und viele Neueinsteiger deswegen früh abspringen, aber ich finde, wer dieser Atmossphäre keine Zeit gibt um sie zu atmen, wird den Flair so eines Globalstrategiespieles nicht genießen können. Die Städte in Mytherra haben feste Standplätze und jeder Herrscher kann maximal drei Städte gleichzeitig verwalten. Für weitere Eroberungen werden Statthalter eingesetzt oder man kann diese an Mitglieder seines Königreiches übergeben. Zusätzlich gibt es, neben den Menschen als Startvolk, noch vier weitere Völker in Mytherra, nämlich Elfen, Untote, Zwergen und Orks. Diese findet man auf der Karte verstreut und kann sie sich über die Ausbreitung seines Einflusses einverlaiben. Damit bietet sich die Möglichkeit seine Armeen mit diversen Einheiten zu mischen und kann deren jeweiligen Vorteile und Spezialfähigkeiten optimal einsetzen.

Schon bald wird man mit seiner Nachbarschaft konfrontiert, die teilweise aus neutralen Einheiten besteht oder es kann sich bereits früh ein menschlicher Gegenspieler auftun. Anfangs wird noch spioniert und erkundet, aber bald beginnen die Streitigkeiten um die freien Dörfer, die einem zusätzliche Einnahmen und Ressourcen bringen. Die Kämpfe laufen in mehreren Wellen ab, die anhand der Stärken und Fähigkeiten ausgewürfelt werden. Dabei gibt es auch Spezialfähigkeiten, wie z.B. Heilung, Bollwerk, Flug und Wiedergänger. Man kann jede Welle einzeln betrachten und analysieren, aber je größer die Armeen werden, desto mehr Wellen gibt es. Irgendwann wird es zum Anschauen zu langatmig, aber um das zu ändern müsste man die Kampfberechnungen grundsätzlich anders lösen. Ab dieser Runde gab es dann einen neuen furchterregenden Feind… die Dämonen!

Eine neue Bedrohung taucht auf: Die Dämonenwelt

Die Dämonen, mit ihrer eigenen, sich ausbreitenden Seuche, in Mytherra einzuführen, war ein kleiner Geniestreich von Corvus, denn es nimmt dem Spiel den anfänglichen PvP-Druck und bietet eine Bedrohung, die alle Königreiche gemeinsam bekämpfen können, ohne gleich aufeinander losgehen zu müssen. Die ständigen Attacken durch die Dämonen und vor allem die rasante Ausbreitung ihres Seucheneinflusses engt die Spieler schnell ein und zwingt sie etwas dagegen zu unternehmen. Das macht das Spiel rasanter und abwechslungsreicher.

Hier sieht man meinen vergeblichen Versuch den Weltenspalt, die Eintrittspforte der Dämonen, zu schließen.

Apropo Action: Mytherra ist ein klassisches Browsergame und alle Züge laufen nicht in Echtzeit ab, sondern werden in Runden berechnet. Trotzdem hing ich den ganzen Tag daran, denn die Turns laufen schnell durch und eine Einheit kann in einer Stunde schon einiges an Wegstrecke zurücklegen. Damit kommen wir zu meinem ersten großen Kritikpunkt: Wer in diesem Spiel die Spitze der Rangliste anführen möchte, muss ständig präsent sein um schnell auf einmarschierende Armeen, fertige Bauaufträge, neue Missionen, Dämoneneinflussverbreiter etc. reagieren zu können. Das ist leider auch der Grund, warum ich dieses Spiel selbst nicht dauerhaft spielen kann, denn treu meinem Prinzip: „ganz oder gar nicht“ käme ich sonst zu gar nichts anderem mehr.

Die Macht der drei (fünf) Königreiche

Das Spiel ist so aufgebaut, dass man sich nach einer gewissen Einführungsphase für eines der drei zur Auswahl stehenden Königreiche entscheiden muss. Damit möchte der Entwickler für eine ausgeglichene Partie sorgen und die Idee, dass bei einer Niederlage eines Herrschers, dieser einfach in dem siegreichen Königreich aufgenommen wird, ist ziemlich findig, denn so verliert man keinen Spieler und hält ihn „bei der Stange“.

Der König eines der drei Reiche wird demokratisch gewählt.

Überhaupt ist das ganze Spiel auf Kooperation der Spieler aufgebaut, aber der Plan geht nicht so ganz auf, denn gerne gibt es Streitigkeiten darüber, wie man zu agieren hat, wer Hilfe vermissen lässt, wer zu wenige Armeen zur Verteidigung baut oder zu viele Ressourcen aus der gemeinsam verwalteten Bank entnimmt. Ich, als Einzelspieler, der zwar gerne Bündnisse eingeht, aber sich ungern sagen lassen möchte, was er denn wann zu bauen oder zu tun hat, bin davon abgeschreckt und möchte lieber mein eigenes Süppchen kochen.

Außerdem möchte ich mir auch nicht so gerne in die Karten schauen lassen, denn die anderen Spieler im Königreich können, unter normalen Umständen, alle meine Fortschritte und Taktiken genau mitverfolgen. Apropo fünf Königreiche: neben den drei zur Auswahl stehenden, der „Brennenden Faust“, dem „Königreich Vandoran“ und „Mytherras Münze“ gibt es noch die „Unabhängigen (noch unentschiedenen)“ und die „Dämonenplage“. Spielziel ist es mehr als 51% der Karte, die mit Siegpunkten ausgestattet ist, zu erobern und einen bestimmten Zeitraum zu halten.

Nicht zu vergessen seien die Wortgefechte im mytherraeigenen Chatsystem, die gerne etwas gekünstelt daher kommen, aber mir wirklich viel Spaß gemacht haben.

Kritik und Probleme in Mytherra

Nicht alles in Mytherra ist eitel Sonnenschein, denn wie bereits angedeutet gibt es auch ein paar Sorgenfalten im Spiel. So haben wir den großen Zeitfaktor, den dieses Spiel benötigt. Klar kann man es eventuell entspannter angehen, als ich das tue, aber trotzdem muss man regelmäßig reinschauen um den Anschluss nicht zu verlieren oder den Erwartungen der anderen Mitglieder zu genügen. Je mehr enthusiastische Spieler das Spiel einmal haben wird, desto größer wird auch der Erfolgsdruck innerhalb der Königreiche werden, was dann zu Konflikten untereinander führen wird.

Außerdem ist es als Teamspiel konzipiert und für Einzelspieler zwar theoretisch spiel- aber leider nicht gewinnbar. Vielleicht bin ich zu sehr Solospieler, weil ich das so negativ sehe, aber die Spannungen innerhalb eines Königreichs waren bereits jetzt, in dieser eingeschworenen Fangemeinde, spürbar. Hinzu kommt, dass man seinen „Zwangsbeitritt“ in eines der Königreiche so lange hinauszögern kann, bis man das Größte erwischt, wodurch die Kräfteverhältnisse schon von anfang an ungleich verteilt sind.

Schließlich gibt es noch die Problematik, dass man mit einem späten Einstieg keine Chance mehr hat ganz vorne mitzuspielen. Ein Aufholen der Spieler, die bereits länger dabei sind, ist fast ausgeschlossen. Natürlich kann man das Spiel trotzdem im Verbund mit seinem Königreich gewinnen, aber jeder möchte doch gerne die Statistik anführen. Hier wäre mein Rat jeden Rundenstart mit einer „Auffüllphase“ zu beginnen, bis alle freien Slots auf der Karte belegt sind, jeder dieselben Startbedingungen hat und erst danach die Turnberechnungen zu starten.

Dass ein derart umfangreiches Spiel eine gewisse Einarbeitungszeit benötigt, wird einige abschrecken und vor allem das Medium Smartphone wird sich, schon allein aus Problemen, die aufgrund der kleinen Displays entstehen, mit diesem Game schwer tun.

Sodann muss ich aus Entwicklersicht sagen, dass dem Spiel immer noch ein vernünftiges Monetarisierungskonzept fehlt. Momentan ist das Spiel kostenlos spielbar und die Möglichkeiten Echtgeld zu investieren sind zu bescheiden um damit Gewinne erwirtschaften zu können. Aber nun gut, dieser Punkt kann auch der letzte Schritt sein, sobald das Spiel den Erwartungen des Entwicklers entspricht und Marktreife hat.

Quo vadis Mytherra?

Durch meine enge Bindung zum Spiel ist auch ein persönliches Gespräch mit dem Entwickler entstanden und er hat mir verraten, dass er noch so einiges für Mytherra geplant hat. Seien es schnelle Runden mit unterschiedlichen Parametern oder sogar selbstgenerierte Instanzen. Außerdem sucht er wohl Leute, die ihn dabei unterstützen. Ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten.

Ich persönlich denke, dass das Browsergame bereits jetzt eine derart hohe Qualität und genügend Spielspaß mitbringt, dass ihm einmal eine große Zukunft beschieden sein könnte. Sollte Corvus es dann auch noch schaffen die Monetarisierung so in das Spiel zu integrieren, dass sie von den Spielern akzeptiert und angenommen wird, könnte etwas wirklich Erfolgreiches daraus entstehen. Ich drücke ihm auf jeden Fall beide Daumen!


Interview mit Corvus, dem Entwickler von Mytherra

Der 40-jährige Softwareentwickler aus dem Ruhrgebiet hat sich für Mytherra das klassische 4X-Strategiespiel-Genre zum Vorbild genommen.

„Ich bin Softwareentwickler und leidenschaftlicher Strategiespieler. Habe meine ersten Erfahrungen mit dem Commodore gemacht, einen Sprung über den Amiga hin zum PC und auf diesem Weg so einiges an rundenbasierten und Echtzeit-Strategiespielen mitgenommen.“

Hallo Corvus, kannst Du mir eine kurze Beschreibung des Projekts geben?

CORVUS: Mytherras Könige ist ein Mehrspieler-Browserspiel das sich ein klassisches 4X-Strategiespiel zum Vorbild genommen hat. Eingebettet in einem Fantasy-Setting fängt der Spieler mit einer kleinen Siedlung an. Man erweitert seine Ländereien, erobert bis zu 3 Siedlungen, besetzt freie Völker wie Elfen, Zwerge, Untote oder Orks und spielt im Königreich mit anderen Spielern im Team um den Sieg.

Vieles was man aus gängigen Strategiespielen her kennt findet man auch hier wieder. Ein Technologiebaum will erforscht, verschiedene Einheitentypen zu einer Armee formiert und eine Welt erkundet werden. Solo- und Mehrspielerquests versorgen den Spieler mit täglichen Aufgaben und die große Bedrohung ‘die Dämonenplage’ für ein spannendes PvE Erlebnis.

Wie entstand die Idee?

CORVUS: Das Spiel “Master of Magic” von Microprose war ein Steckenpferd von mir. Damals wollte ich ausprobieren, in wie weit man solch einen Typus von Spiel als Browserspiel umsetzen kann. Es war anfangs ein rein technisches Experiment und ein ‘loses’ Hobby.
Weil es recht gut funktionierte, habe ich mich dann an eine ernstzunehmende Umsetzung gewagt und das führe ich seit dem auch so fort – auch wenn es mit dem ursprünglichen Vorbild nicht mehr so viel gemein hat.

Team bestehend aus?

CORVUS: Einem enthusiastischen Entwickler und einer ziemlich engagierten Community.

Seit wann gibt es das Projekt?

CORVUS: Die Entwicklung als Hobby hat im Jahre 2009 angefangen.

Wie lange war die Entwicklungszeit?

CORVUS: Man kann zwar einen Startzeitpunkt benennen, aber der zeitliche Aufwand ist erst mit der Zeit gestiegen. Ich würde jetzt auf 8 Jahre Teilzeit-Entwicklung schätzen.

Kannst Du etwas mehr über deinen Werdegang erzählen?

CORVUS: In einer Zeit der jugendlichen Orientierungslosigkeit bin ich eine Ausbildung als Kommunikationselektroniker angegangen. Hier ist letztlich die Entscheidung für die Informatik gefallen, weshalb ich anschließend auch das passende Studium erfolgreich absolviert habe.

Aktive Anzahl an Spielern?

CORVUS: Da sich das Spiel noch in der Early-Access Phase befindet, starte ich nur kleinere Prototyp-Spielrunden. Ich will das Gameplay abrunden und technische Grenzen ausloten. Eine Spielrunde ist meistens für 50 Spieler ausgelegt und dort sind dann auch gut 40 Leute täglich aktiv dabei. Wenn die Early-Access Phase beendet ist, werden größere und mehrere Welten angeboten.

Nehmen die Spieler zu oder ab?

CORVUS: Es gibt mittlerweile den festen Kern einer Community. Einige Spieler tauchen eine Weile lang unter und melden sich dann für eine neue Partie wieder an. Ich würde sagen, die Spielerbasis ist zur Zeit konstant.

Welchen Spielmodus gibt es?

CORVUS: Das Spiel wird in Spielpartien zu maximal drei Monaten Spielzeit gespielt. In dieser Zeit muss ein Königreich 51% der Siegpunkte erkämpfen und für 7 Tage halten. Wird das Ziel erreicht, so gilt das Königreich als Sieger.
Zukünftig soll daraus ein spielübergreifendes Ranking erstellt werden. Sodass man sich in einer Highscore platzieren kann.

Welche Sprachen bietet das Spiel an?

CORVUS: Das Spiel gibt es aktuell ausschließlich in deutscher Sprache.

Wie groß ist der Zeitaufwand für einen Spieler pro Tag?

CORVUS: Je nach persönlichem Anspruch kann man mit 2 mal täglichen Einloggen schon gut mitspielen. Innerhalb von wenigen Minuten erteilt man seine Bauaufträge, regelt die Wirtschaft und erteilt den Armeen neue Befehle zu. Man kann natürlich auch mehr Zeit investieren und diplomatische Beziehungen pflegen, gemeinsame Strategien ausarbeiten und umsetzen. Das liegt alles im eigenen Ermessen des Spielers.

Gibt es schon konkrete Zukunftspläne?

CORVUS: Es gibt einen Haufen an Ideen aus der Community und auch von mir selbst. Der Basisumfang für ein konkretes Spiel ist bereits erreicht. Man kann jeden dieser Aspekte noch weitreichend ausbauen und auch darüber hinaus noch viele neue Funktionen einbauen!
Jeder Ausbau erweitert jedoch auch die Komplexität der Spielmechanik. Damit das Spiel aber auch für Casual Spieler interessant bleibt, sind diese Aspekte immer optional gestaltet. Als Beispiel kann man die Gebäudeproduktion drosseln um die Einfuhr der Ressourcen zu optimieren. Man muss es aber nicht tun und kann dennoch mitspielen.

Was sind die größten Problematiken?

CORVUS: Das Balancing ist eine große Herausforderung, im Sinne des Wirtschaftssystems und des Computergegners. Was dem einen Spieler zu schwierig ist, ist beim anderen Spieler wiederum genau richtig. Da alle Spieler auf der selben Karte spielen und es keine instanziierten Bereiche gibt, ist das Balancing schon ziemlich herausfordernd.

Hast Du Tipps für andere Entwickler?

CORVUS: Kleine Brötchen backen. Nicht alles auf einmal starten und sich selbst kleine Ziele setzen damit man motiviert bleibt. Das Gröbste spezifizieren und einen ersten Prototypen aufsetzen. Diesen dann mit der Community besprechen und gemeinsam zur Reife bringen. Die Spieler sollten früh eingebunden werden, damit aus der Scheuklappen-Sicht eines einzelnen Entwicklers ein Spiel für eine Community wird.

Gedanken zur Community?

CORVUS: Ohne die Community wäre das Spiel nicht so toll geworden wie es das jetzt ist und ein technisches Experiment geblieben. Super sind auch die ganzen How-To-Play Videos die aus der Community entstanden sind.

Deckt das Projekt die laufenden Kosten bzw. macht es Gewinne?

CORVUS: Ich decke die laufenden Kosten ab. 😉

Gibt es Social Media Accounts? Apps? Streaming?

CORVUS:

Daneben gibt es eine Android App die noch in der closed beta ist. Man kann sie daher noch nicht auf dem öffentlichen Weg installieren.
Dafür gibt es eine WebApp die man auf dem mobilen Endgerät unkompliziert installieren kann und dann wie eine echte App funktioniert. Einfach das Spiel auf dem Handy oder Tablet im Browser starten. Dann erscheint In-Game ein Button zur Installation – fertig.

Gibt es ein persönliches Anliegen, das Du auf WebGamers mitteilen möchtest?

CORVUS: Ich persönlich vermisse die Diversität bei den Computerspielen so wie es sie zu Zeiten der Commodore / Amiga gab. Die Meisten der damaligen Spiele hatten gefühlt den Touch eines Indie-Spiels – wahrscheinlich weil sie auch genau das waren.
“Faster than Light”, “Darkest Dungeon”, sind für mich ein paar gelungene Beispiele der Neuzeit. Hier fände ich es toll, wenn die deutsche Browserspiele-Community auch wieder anwachsen würde. Daher ist es wichtig, dass es noch eine Plattform wie WebGamers.de gibt. Macht weiter so! 🙂

WEBGAMERS: Danke ebenfalls, auch für das Interview!


Fazit

Mytherra ist ein Leckerbissen für alle Aufbaustrategen. Man erhält ein Rundumpaket, das kaum noch Wünsche offen lässt. Die Spieltiefe ist groß, man kann erkunden, erobern, forschen und vieles mehr. Die Grafik ist detailliert und schön anzusehen, es gibt eine Hintergrundmusik und ein paar erste Soundeffekte.

Die Einführung über das Tutorial ist gelungen und dem Genre angemessen. Allerdings muss man sich Zeit nehmen und in das Spiel „einarbeiten“. Mytherra ist kein Gelegenheitsspiel, sondern ein ausgewachsenes 4X-Strategiespiel, das einen hohen Zeitaufwand erfordert.

Das Browsergame ist darauf ausgelegt im Team zu arbeiten, was zu Spannungen führen kann, aber die Community ist sehr hilfsbereit. Außerdem gibt sich der Entwickler viel Mühe auf alle Anregungen der Spieler einzugehen und wenn man sieht, wie viel hier in kürzester Zeit hinzugekommen ist, darf man von diesem kostenfreien Spiel noch viel erwarten und ich kann ihm eine ganz klare Empfehlung aussprechen.

Wolfgang Scheidle – Redaktion WebGamers

Hier geht es zu dem getesteten Spiel Mytherra

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